Sollte die Doppelprovision fallen, wird das in der Branche zu einem Umdenken führen – nicht unbedingt zum Vorteil für Konsumenten.

In Kurzform besagt das sogenannte Bestellerprinzip dies: Wer den Makler beauftragt, soll ihn auch bezahlen. Der jeweils andere kann nicht zur Zahlung einer Maklerprovision verpflichtet werden. Das klingt auf den ersten Blick natürlich schön. Wenn man aber weiterdenkt, wird man entdecken, dass in dieser Regelung Fallen verborgen sind: Die Branche der Immobilientreuhänder wird sich nach dem Wegfall der Doppelprovision naturgemäß eher um die Belange des Vermieters kümmern. Das führt wiederum zu einem wesentlichen Nachteil der Konsumenten: Nicht selten käme ein Mietverhältnis ohne die Befürwortung und Einschätzung des Maklers zugunsten des Mieters nicht zustande, da ja die derzeitigen Doppelmakler beide Seiten unparteiisch vertreten.
Für die Immobilienmakler wiederum würde der österreichische Markt deutlich uninteressanter und unrentabler werden. Die Einführung des Bestellerprinzips scheint also eine sehr kurzsichtige Maßnahme, um „leistbares Wohnen“ zu ermöglichen.

Derzeit Sicherheit für beide Seiten

Im Augenblick bieten heimische Immobilienmakler beiden ­Seiten die gewünschte Sicherheit. Der Makler begleitet beide Parteien bis zum Abschluss des Mietvertrages und haftet ihnen gegenüber für die Richtigkeit seiner Angaben.
Er ist jederzeit eine verlässliche Auskunftsquelle und ist über die komplizierten wohn- und mietrechtlichen Bestimmungen informiert. Nur er ist in der Lage, die gesamten Belastungen (Miete, Steuer, Betriebs- und Stromkosten) exakt zu nennen und die Vorlage des Energieausweises sicher zu stellen.
Dazu berät er natürlich persönlich und führt die Besichtigungen durch. Als Immobilientreuhänder stellt er ein detailliertes Mietangebot so, dass ein Ausgleich für beide Seiten geschaffen wird. Er unterstützt beim Abschluss des Mietvertrages und klärt komplizierte juristische Formulierungen.
Dies alles, weil die Ausbildung zum Immobilientreuhänder in Österreich intensiv, umfassend und einer strengen Prüfung unterworfen ist.

2 Kommentare
  1. Kessel
    Kessel sagte:

    zum Thema Maklerprovision

    von wem bekommt der Makler den Auftrag eine Immobilie zu vermieten, zu verkaufen? = ja es stimmt vom Eigentümer und wenn der Makler die Interessen des Eigentümers nicht Entspricht = was geschieht dann? Er wird den Auftrag los und der Eigentümer sucht sich einen anderen Partner = so einfach ist das, denn es gibt eine ausreichend konkurrierende Makler. Und Gesetzte, Objektbeschreibungen etc. sind darstellbar, auslegbar.

    Der Interessent? Richtig unwissend im Recht, unwissend ob ihm alles wesentliche für einen Vertrag unterbreitet wird. Er unterschreibt etwas beim Makler, gibt ein Gebot ab und ist dann nur noch verpflichtet den Vertrag zu unterschreiben. Sollte zwischen Gebot und Vtg Unterschrift im z.b. etwas beim Objekt bewusst, das ihm nicht gefällt, dann hat es schwierig ohne Kosten aus dem Vertragsgewirr auszusteigen.

    Warum bietet ein Eigentümer nicht sein Wohnung z.B. zum Vermieten selbst an? Warum? ist doch klar, er müsste sich mit der rechtlichen Gegebenheiten der Vermarktung intensiv befassen.
    Die zu zahlende Maklergebühr kann er sogar steuerlich Einkommensmindernd absetzen. Etc. ETc. Vorteile

    Seid in Deutschland der Vermieter die Maklerkosten zu bezahlen hat….. siehe da… schauen sie sich zum Z.B. Immoscout24 an…. werden auf einmal überwiegend Mietwohnungen von PRIVAT angeboten. Wie komm denn das?
    Das „Bestellprinzip“ hat sich für den Makler als sehr negativ geschäftlich ausgewirkt – Einkommen ist nun viel geringer geworden!!!! , für den Mieter ist dies eine wirtschaftliche positive Entwicklung geworden. Für den Eigentümer/Vermieter mehr Arbeit und warum ist dies dann schlecht; Weiterbildung für diesen Personenkreis ist eigentlich förderlich.

    Bestellerprinzip = schlecht für den Makler / Mehraufwand für den Eigentümer ABER gut für den Wohnungssuchenden

    Antworten
  2. Kessel
    Kessel sagte:

    nochmals in Kurzform, bin vor einigen Tagen einfach nicht durchgekommen.
    Maklerprovision = Eigentümer kann diese von seinen Erträgen absetzen ; Mieter???
    Wenn der Eigentümer die volle Maklerprovision zahlen müsste, dann würde – so behaupte ich – sich selbst mit der Materie Vermietung kümmern, etc. etc. Makler würde viele Aufträge entgehen
    z.b. seit dem der Mieter von dieser Gebühr befreit ist sind die privaten Eigentümer (sie wollen wohl ja die Maklergebühr nicht zahlen) selbst in der Vermittlung tätig. zB. siehe Immoscout 24 in Deutschland.
    Also von Vertretung beider Parteien ??? neinenne Der Makler bekommt doch den Vermietungsauftrag vom Eigentümer und wenn er dessen Interessen nicht 100% vertritt = wird ein anderer Makler mit der Vermittlung beauftragt. Schon alles hier erlebt.

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