Während sich der Wohnimmobilienmarkt langsam stabilisiert, bleibt die Situation bei Gewerbeimmobilien weiter schwierig. Warum sich die Entwicklungen so unterschiedlich zeigen – und was das für Eigentümer bedeutet.
Die Preisentwicklung am Immobilienmarkt verläuft derzeit zweigleisig: Während sich Wohnimmobilien langsam stabilisieren, geraten Gewerbeimmobilien zunehmend unter Druck. Diese Entwicklung betrifft Käufer, Eigentümer und Investoren gleichermaßen – und verlangt gezielte Strategien.
Wohnimmobilien: Stabilisierung in Sicht
Nach Jahren steigender Preise und Unsicherheit durch Zinswende und Kreditvorgaben beruhigt sich der Markt. Die Nachfrage bleibt stabil, vor allem in Städten, während das Angebot durch weniger Neubauten begrenzt ist. Die Preise bewegen sich seitwärts – weder Boom noch Absturz. Käufer profitieren von gesunkenen Zinsen, Verkäufer brauchen realistische Preisstrategien und professionelle Unterstützung.
Gewerbeimmobilien: Druck wächst
Im Gegensatz dazu stehen Gewerbeobjekte vor neuen Herausforderungen: Homeoffice, Digitalisierung und verändertes Kaufverhalten senken den Bedarf an klassischen Büro- und Geschäftsflächen. Leerstände und sinkende Mieten – besonders außerhalb zentraler Lagen – setzen Eigentümer unter Handlungsdruck.
Immobilienmakler und -verwalter gefragt
Immobilienmakler analysieren Nutzungspotenziale, beraten bei Umnutzung und entwickeln Vermarktungsstrategien. Immobilienverwalter sind gefordert, neue Nutzungsmöglichkeiten wie Co-Working oder Gesundheitsangebote zu erschließen. Die Märkte entwickeln sich unterschiedlich – und genau hier liegt die Chance: Mit Erfahrung, Marktkenntnis und professioneller Beratung können unsere Mitglieder individuell reagieren und Werte sichern“, so Mario Zoidl, Obmann der Fachgruppe Immobilien- und Vermögenstreuhänder der WKO Oberösterreich.